Hallo, Fräulein

Freies Fräulein?

Verfügbarkeit jetzt prüfen.

Sandra Walzer, Fräulein Ideenfinderin

Fräulein folgen:

Warum Sie 112 Texterinnen kriegen, wenn Sie das Fräulein buchen

Zunächst mal ist ein gut gelauntes und bis oben hin mit Ideen vollgepacktes Fräulein Ideenfinderin eines, das eben genau das hat: gute Ideen. Und das ist wieder genau das, was Sie sich wünschen, wenn Sie mich buchen. Richtig? Richtig.

 

So weit, so logisch. Mit Fug und Recht kann ich behaupten, dass mir die Ideen bisher noch nie ausgegangen sind, aber dennoch brauche sogar ich ab und zu einen Schubser. Einen Push, eine Brise frischen Wind, nennen Sie es, wie Sie wollen. Und genau das bekomme ich in einem Netzwerk voller textender Frauen: im Netzwerk Texttreff.

Hier tummeln sich Texterinnen und Autorinnen, Übersetzerinnen und Lektorinnen, solche, die sich auf Medizin spezialisieren und solche, die Krimis schreiben, außerdem solche, die sich mit Kräutern auskennen und andere, die mit Zahlen können. (Doch tatsächlich, die gibt es.) Insgesamt sind es glaube ich fast 1000 solcher Frauen, und um die 100 davon treffen sich jedes Jahr einmal: zum Texttreff Workshop-Wochenende, kurz TTWW.

2013 war ich das erste Mal dabei, 2016 stand das 15-jährige Jubiläum an, und mein viertes Mal TTWW. Das Netzwerk und seinen Geist zu beschreiben wäre einen eigenen Artikel oder vielleicht sogar ein eigenes Blog wert; ich beschränke mich auf das diesjährige Erlebnis auf der Ebernburg bei Bad Kreuznach. Über das TTWW habe ich auch hier schon einmal berichtet.

Fräulein Ideenfinderin auf Texttreff Workshop Wochenende 2016

Wo die Ideen sprießen: kleine Fototour rund um die Ebernburg bei Bad Kreuznach

 

Diesmal will ich Ihnen erzählen, was Sie davon haben, dass ich drei Tage mit 112 Frauen verbringe. Und ja, weil ich sehe, wie es in Ihrem Kopf wirbelt: Es ist genauso laut und bunt und durcheinander, wie Sie sich das vorstellen. Vielleicht noch lauter. Und es ist noch viel inspirierender. Denn wir sind dort, um zu arbeiten. Auch wenn das von außen nicht gleich so aussieht.

Die Business-Workshops: Lernen fürs Leben und den manchmal leidigen Alltag

Es gibt Dinge, die kann ich nicht. Zahlen, zum Beispiel. Oder Disziplin bei Dingen wie Backups, Virenschutz, Blogposts und mehr. Und es gibt Dinge, die kann ich gut. Ideen finden, Konzepte kreieren, Texte schreiben, oder mich in technische Dinge, neue Systeme, Apps, Programme etc. hineindenken und -finden und -pfrimeln. Und über Brillen reden.

Wenn ich dann allerdings gefragt werde, wie viele Menschen denn so lesen wollen, was ich über Brillen zu erzählen habe, oder über Findekurse (Hä? Was sind denn Findekurse? Das sind meine Workshops, nicht nur für Textinen, sondern auch für Sie. Hier gibt’s die Erklärung.) – wenn ich da gefragt werde, weiß ich keine Antwort.

Und das gefällt mir nicht. Also habe ich einen Workshop zu Google Analytics besucht. Um mich schlau zu machen, und um zu hören, wie andere damit umgehen. Danke, Regina, das war gut.

„Man kann sich auch in Stimmung ficken“

Fräulein Ideenfinderin lernt Ideen finden … Moment. Das ist doch paradox! Oder nicht? Nicht. Perfekt war das. Und überhaupt nicht vulgär, oder nur ein bisschen. Das darf durchaus auch mal sein. Man kann sich tatsächlich in Stimmung ficken, und plötzlich war da überall … Ja, was eigentlich? Mut, Ideen zu haben. Auch gewagte. Was sucht jetzt aber jemand, die sich Fräulein Ideenfinderin nennt, wirklich in einem Ideenfindungsworkshop? Eben genau das: Inspiration. Neue Wege, weil auch meine irgendwie ausgetreten sind. Viel zu oft gehe ich die viel zu ähnlichen Wege, um Ideen zu finden; jetzt wollte ich neue Perspektiven. Die habe ich bekommen. Unter anderem mit einem Interview, in dem besagte stimmungsfickende Zeile zitiert wird. Weg vom ewig Gleichen. Was suchen die Socken auf dem Tisch?

„Und immer wieder die gleichen Lieder, die gleichen Lieder, die gleichen …“, zitiert aus einem, na? Richtig. Workshop beim Texttreff Workshopwochenende. Poetry Slam. Klingt zunächst mal nicht nach Arbeit und Dingen, die im Business weiterbringen. Aber das stimmt nur auf den ersten Blick. Auf den zweiten zeigt sich nämlich, dass sich auch hier Sprachkünstler finden, und zwar solche, die Texte zelebrieren, zum Leben erwecken, mit Emotionen füllen. Nicht nur aufs Papier gebracht, sondern in die Herzen der Menschen. Wenn das nicht Texten par excellence ist, ja, was denn dann?

Überhaupt dieses Wiederentdecken eines alten Bekannten. Dieser Gedanke, dass Sprache mehr ist. Dass sich mit Sprache so sehr viel anstellen lässt. Die gleichen Lieder will ich nicht länger, ich will andere hören. Das ist das Gute an einem so vollgepackten Wochenende: Geballte Inspiration aus allein Ecken. Hilft in letzter Konsequenz vor allem Ihnen und Ihren Texten, Ihren Konzepten und allem, was Sie bei mir in Auftrag geben.

Fräulein Ideenfinderin auf Texttreff Workshop Wochenende

Fräulein Ideenfinderin in Aktion (danke an Petra Plaum fürs Foto)

 

Im Poetry-Slam-Style habe ich einen Satz über Socken dargeboten, und dass die schon wieder auf dem Frühstückstisch liegen. In meinem eigenen Workshop habe ich Socken auf den Tisch gelegt. In Pink, versteht sich. „Von Socken, Sehhilfen und Sahnehauben“ habe ich berichtet, und davon, wie man das Ich als Marke stärkt, wie man im Kopf bleibt und wiedererkannt wird. Das habe ich mit pinken Hosenträgern und tätowierten Büroklammern zum Ausdruck und an die Frau gebracht. Um die 30 waren das, und das Feedback danach zeigt mir, dass viele vieles mitgenommen haben. Da wurden neue Tassen gekauft und Krönchen-Accessoires gesucht, Logos kreiert und neue Namen erdacht. Gut so, weiter so! „Danke Dir, das war der beste Workshop für mich und mein Highlight.“ Wow, Verbeugung, Knicks, und vielen Dank für das feine Feedback.

Stimmlos durch den Tag – wichtig is’ im Kopf

Alle, die als Einzelkämpfer auftreten, kennen das. Man werkelt und wurschtelt so vor sich hin, allein am Schreibtisch. Es gibt Tage, da spreche ich während meiner Arbeitszeit kein Wort. Weil das Telefon nicht klingelt, was toll ist, mich aber eben auch verstummen lässt. Ja, ich habe auch schon ernsthaft Situationen gehabt, da rede ich mit mir selbst. Glauben Sie mir: Das ist seltsam. Aber ich habe von einer Textinen-Kollegen-Freundin und wunderbaren bunten Frau gelernt, dass seltsam von selten kommt, und dass das gut ist. Jene seltsame Frau wiederum hat mich beim Texttreff-Workshopwochenende zur Superheldin werden lassen. Die wirklich wichtige Erkenntnis daraus: Vermeintliche Schwächen können Stärken werden. Man muss nur wissen, wie man sie einsetzt. Ein „Stiefsinn“ wird zur super Sache – genial einfach, einfach genial. Zack, bäm, pow.

Fräulein Ideenfinderin auf Texttreff Workshop Wochenende 2016

Meine Superheldin – malen kann ich nicht, aber ich mag sie trotzdem.

Fräulein Ideenfinderin auf Texttreff Workshop Wochenende 2016

Kritzel’ dich selbst – mein Ergebnis.

 

Die Stimme hat wie jedes Mal sehr gelitten, aber wichtig ist bekanntlich im Kopf, und da ist ganz viel passiert.

Burgfräuleins Fazit: Immer wieder

Was habe ich noch gemacht, an diesen drei Tagen? Ich habe mir Fragen gestellt und mich in Frage gestellt. Wo soll’s hingehen mit La Fräulein? Wo ist Sackgasse? Kleine feine Anregungen haben mir große Lust gemacht, noch mehr Fräulein Ideenfinderin zu sein. Allein das war’s schon wert. Ich habe gesungen und geredet, gekritzelt, geslamt und gesucht, genascht, gelacht, genossen. All das fließt jetzt in alles ein, was kommt. Vielleicht ja auch in Ihr Projekt – ich bin bereit. Und Sie?

Über die Autorin

Sandra Walzer ist Fräulein Walzer: freie Texterin, Konzeptionistin und Selbstmarkenexpertin. Und Brillenbloggerin. Und Fußballautorin. Ich schreibe privat seit etwa 30 Jahren, texte beruflich seit 1997 und bin selbstständig seit 2010.

Einen Kommentar schreiben

You don't have permission to register