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Sandra Walzer, Fräulein Ideenfinderin

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Licht und Schatten

Bewölkt, aber nicht nur, sonnig, aber nicht so richtig, draußen, aber nicht die ganze Zeit, drin auch für eine Weile. So in etwa sah heute mein Tagesplan aus, an diesem Sonntag im März. Auf dem Programm außerdem: Gassi, Frühstück, Stadion, Gassi, gemütlich Sportschau schauen. Eine Herausforderung für die Brille(n).

Sonne, Schatten, drin, draußen

Klar, ich könnte die alte, aber leichte für die erste Hundrunde nehmen, da macht es nichts, wenn ich mal stolpern und sie fallen sollte. Wieder zu Hause, tausche ich sie gegen eine, mit der das Frühstück leichter fällt, weil ich nicht ständig unten drunter durchgucken muss. Oder ich lasse sie einfach ganz weg, für den Frühstückstisch etwa 30 cm vor mir brauche ich keine. Aber da läuft auch noch der Doppelpass im Fernsehen, also doch eine Brille. Und dann tausche ich wieder, wenn es Richtung Stadion geht.

Das allerdings wird heute zur Tüftelei. Es ist bewölkt, aber nicht so sehr, dass eine “normal verglaste” Brille ausreicht. Immer wieder kommt die Sonne durch, dann wäre eine Sonnenbrille theoretisch angebracht. Praktisch ist das aber alles andere als praktisch, weil ich auf dem Stadiongelände durchaus auch Zeit im a) Schattigen und b) Inneren verbringe. Also zwei Brillen, eine ungetönte Korrektionsbrille und eine Sonnenbrille?

Auf, ab, rein, raus …

Nein danke. Dann doch nur Sonne, und drin eben abziehen? Kommt im Stadion nicht in Frage. Am Ende ist es mit den dunklen Gläsern zu dunkel, wenn es noch mehr zuzieht, und ich kann das Spielgeschehen auf dem Rasen nicht mehr verfolgen. Ich entscheide mich für die Neongelbe, denn die hat einen wirklichen Clou. Ich bin meinem Haus-und-Hof-Brillen-Män immer noch dankbar, dass er mir damals Trick 17 gezeigt hat. Diese Brille, neongelbe Fassung, Bügel hinten in Türkis, Pilotenform, hat selbsttönende Gläser. Das bedeutet: UV-Strahlung verdunkelt die Gläser, je nach Sonnenintensität mehr oder weniger. Im Inneren von Gebäuden bleiben bzw. werden die Gläser dagegen klar. Dauert zwar ein paar Augenblicke, aber damit kann ich wunderbar leben.

Selbsttönend? Nicht im Auto

Einziges Manko: Funktioniert wirklich nur unter direkter UV-Einstrahlung. Im Auto also bleibt das Ganze ebenfalls klar, da kann die Sonne so sehr scheinen und blenden, wie sie will. Aber das nehme ich gern in Kauf, wenn sich meine Sichtverhältnisse dafür wie von Zauberhand automatisch den äußeren Gegebenheiten anpassen. Und insgesamt geht das auch recht schnell, vor allem das Verdunkeln, wenn ich vor die Tür trete. Nur ganz kurz muss ich die Augen in der Helligkeit zusammenkneifen, dann schon wird es dunkler und damit angenehmer. Umgekehrt dauert es etwas länger, aber auch das ist alles gut erträglich.

Fazit: Ich würde es wieder tun, und ich kann es absolut empfehlen. Manchmal habe ich zwar das Gefühl, die Gläser tönen einen Ticken zu dunkel, aber das macht es für die Augen eigentlich fast immer eher angenehm(er), auch, wenn die Umgebung damit sehr schnell sehr düster aussieht. So habe ich aber zwei Brillen in einer, und das ist gerade bei vielfachem Wechsel der Örtlichkeiten von drinnen nach draußen, vom Licht in den Schatten ein unschlagbarer Vorteil. Hier stelle ich die Selbsttönende noch mal im Detail vor, auch mit Bildern.

Über die Autorin

Sandra Walzer ist Fräulein mit Brille: Storyteller, Brillenbloggerin. Ich erzähle die Geschichten durch zwei Gläser gesehen und kämpfe gegen die Tücken und Flecken des Brillenträgerinnenalltags.

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