November it is, und im November heißt mein Motto „Magic“. Selbstverständlich steige ich mit dem Einhorn ein in den magischen Monat; obwohl genau genommen eher mein ganzes Leben darauf ausgerichtet ist. Lebensmotto Magic: Ja, das trifft’s.

Einhornmy love

Wenn du also eine Visitenkarte mit Einhorn von mir in der Hand hältst: Lucky you, das ist eine meiner liebsten. Nicht nur im November, eh klar. Aber jetzt grade passt es einfach so besonders gut, wenn morgens draußen der Nebel die Weltränder verschwimmen lässt …

Weißte, Fantasie, die ist ein so wertvolles Geschenk. Mit der Kraft von Buchstaben, von geschnörkelten Zeichen auf Papier oder Bildschirm in andere Welten reisen, woah! Das ist so faszinierend. Da gibt’s magische Wesen wie, jawohl, das Einhorn.

Das letzte, zum Beispiel, so ein wunderwunderwundervoller Film. Rührt mich jedesmal zu Tränen. JE-DES-MAL.

Früher habe ich das letze Einhorn immer an Weihnachten gesehen. Kam nachmittags, zur Überbrückung der Wartezeit für klein Sandra und klein alle. Heute kommt er glaub ich nicht mehr, oder doch? Ich muss den dringend in meine Schatzkiste legen. Eine besonders schöne Buchausgabe liegt schon drin. Guck mal.

Das letzte Einhorn von Peter S. Beagle und J. R. R. Tolkien Herr der Ringe

Manche Menschen belächeln die, die an Einhörner glauben. Sollen Sie. Lächeln ist schön. Ich bewahre mir diesen Zauber, den sie auf mich ausüben. Die Einhörner, nicht die Menschen. Vor vielen Jahren sagte mir mal jemand, ich sei zu naiv für diese Welt, zu sehr Träumerin. Damals schmerzte mich das, ließ mich klein fühlen. Heute bin ich stolz drauf.

Vom Einhorn getreten

Denn damit habe ich eine Gabe, die anderen fehlt: Ich kann mir Dinge ausdenken. Und ganz fest an sie glauben. Deshalb glaube ich eben auch sehr fest, noch fester, riesig richtig doll fest daran, dass es Einhörner gibt und sie mir von Zeit zu Zeit in den Hintern treten. Irgendwann entdecke ich den dazugehörigen Hufabdruck.

Und wenn sie das tun, wenn sie mich treten, dann ist das, was andere als „von der Muse geküsst“ bezeichnen.

Diese Tritte sind meine Erinnerung daran, mich und die Welt nicht zu ernst zu nehmen. Mit Freude und Leichtigkeit ans Werk zu gehen, daran zu glauben, dass Großes entstehen kann. Jederzeit, immer, überall.

Einhörner sind wahre Wunderwesen, denn sie tragen uns ins Reich der Kreativität. Da ist alles möglich, da fallen uns die wahnwitzigsten Dinge ein. Da essen wir Zuckerwatte zu Mittag und sehen bunte Regenbögen im Nebel. Ist das nicht herrlich?

It's a kind ofmagic

Haste übrigens gewusst? Ich bin mit dem Herrn der Ringe fantastiziert worden. (Das ist wie sozialisiert, nur nicht so trocken.)

Mit etwa 12 Jahren in der Buchhandlung (ein Hoch auf die Buchhändler:innen, meine Lieben, ein Hoch!): „Mag gern Fantasy, habe alle Hohlbein-Duette gelesen, was nun?“ Buchhändlerin: „Hier, Der Herr der Ringe.“

Zack, grüne Taschenbuch-Ausgabe, Carroux-Übersetzung, und ich war und bin und werde es immer sein: eine Wanderin zwischen den Welten. (Irgendwann wage ich mich an die 2012er-Krege-Übersetzung … Irgendwann. Vielleicht. Vielleicht auch nicht.)

Ja, ich bin Harry-Potter-Addict, ja, ich habe all meine Geräte nach weiblichen Charakteren aus dem Rowling-Universum benamst, und ja, ich werde Luna & Co. immer lieben, immer. Aber.

Tolkien, das ist was anderes. Das geht auf seine ganz eigene Weise noch tiefer. Und dabei gibt’s da nicht ein einziges Einhorn, heidewitzka! Aber das ist dann auch eine andere Geschichte. Will nur sagen: Magische Welten, die locken mich. Allein schon wegen ihres Ideenreichtums.