Baby, it’s hot outside. 37 Grad, alles schmilzt, inklusive meiner Fähigkeit, gradeaus zu denken (oder zu gehen). Gefühlt habe ich im Hochsommer, wenn er diesem Namen alle Ehre macht, echt einen an der Waffel. Da fehlen schon mal Worte, oder ich vergesse mitten im Satz, was ich grade noch sagen …

Ich brauche Eis. In der Waffel. Eiswaffel. Die neue Kritzelgeschichte kommt cool daher. Und auch, wenn alle Welt behauptet, jetzt wäre ein warmes Getränk genau das richtige: Geht weg damit. Ich will kalt.

Über mich, in mir, an mir dran. Sogar mein heiß geliebtes Wasser trinke ich jetzt kühlschrankkalt, and that’s saying something.

Einen an derWaffel

Großartiger kleiner Tipp: Banane in Scheibchen schnippeln und einfrieren. Bei Bedarf rausholen (du solltest schon warten, bis sie gefroren ist, ok?), mit ein bisschen Milch, Joghurt, Quark oder tierleidfreien pflanzlichen Alternativen pürieren, ta-dah! Fertig ist dein Bananeneis.

Sen. Sa. Tio. Nell. Schnell. Und schlotzig-schlonzig, wie Eis halt so sein soll (für mich). Omnom-Gold! So viele Bananen kann ich gar nicht einfrieren, wie ich grade löffeln will. Noch mehr lecker Eisrezepte: Hier. (Boah.)

Illustration von einer Kugel Eis in der Eiswaffel zum Vanilleeis-Tag 2020

Wenn’s ein bisschen mehr Luxus sein darf, dann bitte Spaghetti-Eis. Heidewitzka, ich würde schmelzen für Spaghetti-Eis. Das mit weißer Schoki, bitte. Und echt gutem Vanilleeis, weil echt gutes Vanilleeis echt gut ist und viel besser als blödes Vanilleeis, das nur so tut.

Äh. Wo war ich? (Mehr Eis!) Aber Spaghetti-Eis beim Eisladen holen ist bei 37 Grad Außentemperatur ein Himmelfahrtskommando. Und dort essen ist ungemütlich.

Eis … Mmmh. Reminds me of Sommerferien, früher. Letzter Schultag, meist Mittwochs, und nach der Zeugnisausgabe ging’s zum Eisdealer of the town, ein, zwei, fünf Kugeln, und damit aufs Mäuerle setzen. Zeugnisse bereden. Schulschluss feiern. School’s out for summer! Ach, was ist das lange her.

Kugelnmeiner Kindheit

Apropos Kugeln. Wie viel Bollen darf ich wollen? Also, ich meine: Wie viel Kugeln gehören in deine Waffel? Und welche?

Bei mir am allerliebsten Maracuja oder Mango und Joghurt und Zitroooone natürlich, eh klar. Erinnert mich schon wieder, diesmal an „Schoklaadvanillunzitrohn“, Kugeln meiner Kindheit.

Digitale Eiswaffel

Über diese Kugeln meiner Kindheit habe ich geschrieben, in Fräuleins Fundbüro, dem Magazin für gesammelte Geschichten. Fast genau vor zwei Jahren, am 10. August 2018. Magste lesen? Guck, hier gibt’s das PDF (ca. 4,8 MB, kleiner ging’s nicht).

Wie kriege ich jetzt die Kurve von Kindheit und Kugeln zu Frischem vom Fräulein? Zu frostigen Verhältnissen und nicht vorhandenen Weltuntergängen? Eieiei. Ganz rund ist das ja nicht. Egal, siehe oben.

Hirnfrost, Hirnfrust. Ich mach’s heut halt mal holprig. Wenn nämlich, gesetzt den Fall, unter Umständen, ein so nicht erwartetes frostiges Verhältnis droht, zwischen Kund:in und mir, tja, dann ist das genau eins: nicht so schlimm.

Nicht alles ist Liebe. Wenn’s nicht (mehr) passt, passt es nicht. Das passiert. Ist schon besten Freund:innen passiert. Tatsächlich dreht sie sich weiter, die Weltkugel. In der Eiswaffel.

Eisportionierer von Depot in rosa auf Geschirrhandtuch mit Eis-Motiven

Außerdem bedeutet das noch etwas ganz Wichtiges. Es bedeutet auch das Gegenteil. Wenn’s passt zwischen uns, dann passt es so richtig. Und das macht uns und das, was dabei rauskommt, richtig stark. Einhornstark. Selbst gebackene dänische Eiswaffel stark.

Vorsicht,’s tropft!

Das sehe ich in 99 Prozent aller Fälle (haha, Fälle! Fällt! Der Tropfen fällt! Unten aus der Eiswaffel, you see?) kommen. Dass es tropft. Und das wiederum ist Sinnbild für sehr vieles.

Ich sehe Dinge (nee, jetzt nicht an The Sixth Sense denken), die andere nicht sehen. Die kleinen Blümle am Wegrand, Tippfehler, das besonders schöne Wort. Talente. Rausstehende Etiketten im Shirt, herausragendes Engagement, das anderen nicht so auffällt.

Ich mag, dass ich das sehe. Es macht die Welt sehr bunt und vielfältig. (Und auch grau und traurig und schmerzhaft, leider, das ist die Schattenseite. Aber wo Schatten, da Licht, deshalb will ich auf diese Gabe nicht verzichten.)

Illustration von zwei Kugeln Eis mit Sahne und Keksrolle im Becher

Mei, wie kam ich denn jetzt von Eis auf …? Sei’s drum. Nur noch eben das: Saisonal ist nicht nur bei Obst (haste grade mal die Pfirsiche und Zwetschgen probiert??) angesagt. Für mich und meine Confetti Communication gilt das auch.

„Nur dann, wenn’s passt und Sinn ergibt“ – ich ziehe Ideen nicht an Haaren herbei, kämpfe nicht für Konzepte, die nicht zu deiner Marke, deinem Unternehmen, deiner Strategie passen. Und das sag ich dir auch exakt so.

Selbst wenn du so gern Erdbeeren im Oktober willst, oder Rot für etwas, das nicht rot sein sollte. Aber das erklär ich dir gern mal in Ruhe, woher ich weiß, wann etwas nicht rot sein soll. Jetzt erst mal gelb. 

Denn während die Banane frostet (Banana!), betone ich noch mal, ja, ich hab schon einen an der Eiswaffel. Sorry, not sorry. Du wolltest das so. Mal schlecken?