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Sandra Walzer, Fräulein Ideenfinderin

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Hello Sunshine? Hello?

Vielleicht kennen Sie sie: die Sommersehnsucht. Dieses leise Vermissen, obwohl er noch da ist, der Sommer. Mit Wucht. Mit über 30 Grad. Und doch … Die Sonnenuntergänge sind schon zu golden, um Junijulisommermitte zu simulieren. Der Duft ist zu intensiv. Die Felder sind zu kurzstoppelig, die Heuballen zu viele, die Äpfel zu reif. Er geht, der Sommer, leise, unaufhaltsam.

Aber die Sonnenbrille bleibt hier

Der Sommer geht, und er nimmt die langen Tage mit sich. Schon sind es keine 14 Stunden Tageslicht mehr – um die Sommersonnenwende im Juni waren es weit über 16. Nicht mal neun Uhr abends und schon dunkel! Mal ehrlich: Haben Sie das dieser Tage auch schon mal gesagt, oder zumindest gedacht? Ich habe. Grade eben zum Beispiel. Dann sticht es und piekst ein bisschen, wie das Gefühl, wenn Sie mit dem Rücken auf Heu oder Stroh oder der Wiese liegen und in die Wolken schauen und ein Halm bohrt sich ins rechte Schulterblatt. Nicht schlimm, aber spürbar. Und wenn Sie es einmal merken, dann können Sie es nicht mehr nicht merken.

So ist das mit der Sommersehnsucht.

Mit dem Wollen von Sonne und kurzen Ärmeln, mit dem unbedingten Lieben von Vanilleeis (das gute, das mit der echten Vanille) (oder Schoko) (oder eben Ihre Lieblingssorte, wenn Sie sich genau jetzt ein Eis wünschen dürften) (welche Sorte wäre das?) und Leben und Leichtigkeit. Mit sonnengetrockneter Wäsche, die so sehr anders riecht, mit sonnengewärmter Haut, die so sehr gut riecht, mit sonnengebräuntem Gesicht und vielleicht, ja, möglicherweise auch mit dämlichen hellen Sonnenbrillenrändern. Ist doch egal.

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Wissen Sie: Sonnenbrillen sind mehr als nur Schutzbrillen. Ich könnte Ihnen davon erzählen, vor was Sonnenbrillen so schützen sollen. Ihre Augen, vor Sonnenlicht und anderen zu hellen Lichtquellen. Vor UV-Strahlen. Vor Streulicht, das sich bei zu kleinen Gläsern und zu viel Abstand unter und über und links und rechts von den Sonnenbrillengläsern durchmogelt. Bis zu 60 Prozent können das sein! Also lieber Puck die Stubenfliege? Am besten sitzen Sonnenbrillen, wenn möglichst wenig Freiraum zwischen Gläsern, Bügeln und Kopf ist. Deshalb sind die also so oft so sehr gebogen, dass das Umfunktionieren von Sonne zu Korrektion manchmal unmöglich wird. Am besten den Optiker oder Brillenfachmann Ihres Vertrauens fragen, der kann Ihnen sagen, ob das funktioniert. Bei mir und Vera Wang ging’s. Zum Glück! Lieblingsbrille.

Ich könnte Ihnen weiter erzählen, dass es da Kategorien gibt, von 0 bis 4, aber die kennen Sie wahrscheinlich sowieso schon. Weniger als 20 Prozent Tönung bis rauf zu 100 Prozent, nicht mehr straßenverkehrstauglich, dafür hochgebirgs- und gletschertauglich. Auch von Polarisationsfiltern könnte ich Ihnen erzählen, und von CE-Zeichen, EU-Normen, Superentspiegelung und Blaulicht-Durchlässigkeit. Hat nichts mit „tatütata“ zu tun, hat was mit … Ach. Nicht so wichtig.

Nicht hier und nicht heute. Die Experten wissen Bescheid. (Und wirklich, wenn Sie sich eine Sonnenbrille kaufen: Kaufen Sie eine gute. Lassen Sie sich beraten. Bitte. Oder informieren Sie sich selbst, hier zum Beispiel.)

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Und klar kann ich Ihnen auch erzählen, dass es die Sonnenbrille mit Stärke und die Sonnenbrille ohne Stärke gibt, also mit geschliffenen Gläsern für das scharfe Sehen der Sonstnormalbrillenträger, oder eben ohne. Logisch. Aber das lasse ich bleiben, wäre doch langweilig.

Stattdessen schreibe ich von Septembergefühl,

von goldenen Feldern, vom Sonnenuntergang, in den grade ein Heißluftballon gefahren ist, und davon, dass die Sonnenbrille den Sommer trägt. In den Bügeln, mit ihrer Fassung. Mein Herz fließt fast über, bei diesem Licht und dieser Luft und diesem sanften Schmerz des Baldnichtmehr. Durch die Sonnenbrille sieht die Welt irgendwie schöner aus. Wärmer. Sonnenbrille … Ist die nicht bald überflüssig? Iwo. Ist sie nicht.

MyKita Sonnenbrille und Whiskeyglas mit Schirmchen Drink bei Sandra Walzer Reiz Sonnenbrille, Strohhalme und Sonnencreme bei Sandra Walzer Funk Food Sonnenbrille und Eisbecher bei Sandra Walzer

Tief stehende Herbst- und blendende Wintersonne auf Schnee können auch Schaden anrichten, und keinen geringen. Genauso wie die letzte Nacht. Denn manchmal sind die Augen am nächsten Morgen nicht für die Öffentlichkeit geeignet. Nach zu vielen Überstunden, zu vielen Tränen und zu viel Party tut sie gute Dienste, die Sonnenbrille. Oder für den inkognito-Ausflug, Fräulein Niemand nirgendwo on tour.

Sandra Walzer mit Reiz Sonnenbrille

Wissen Sie, vor Kurzem. Da war so ein Tag. Auf den Ohren: Surf Music. Auf der Nase: Arbeitsplatz-Gleitsichtbrille. Auf dem Programm: Sonnenbrillenblogbeitrag. Dabei war draußen alles dunkelgrau und das Thermometer (Arsch!) erzählte von 16 Grad mitten im August (arschkalt!). Das mit dem Blogbeitrag über Sonnenbrillen, das klappte nicht. Ich wollte, aber ich konnte nicht. Es war zu dunkel. Ich war noch nicht bereit für dieses Herbst. Ich hatte noch längst nicht genug Sommer und nicht genug Sonne und nicht genug Sonnenbrille. Und jetzt? Ist immer noch August, mittlerweile hat es oben erwähnte 33 Grad im Schatten, wie es eben sein soll zu dieser Zeit. Knallblauer Himmel, keine Wolke, oder doch, da hinten, eine kleine weiße, nur dazu da, das Ganze noch postkartenkitschiger zu gestalten.

Funk Food Sonnenbrille und Diesel Bikini bei Sandra Walzer Funk Food Sonnenbrille und Diesel Bikini bei Sandra Walzer

Gleißender Sonnenschein, der Griff zur Sonnenbrille geschieht vollautomatisch, und dass ich zunächst Grill statt Griff vertippte, ist wohl der Prototyp eines Freud’schen (oder Fräulein’schen) Verschreibers. (Über Schutzbrillen am Grill und anderswo könnte ich auch mal bloggen. Hm. Moment. Wird notiert.) Noch ist Sommer. Noch. Lassen Sie uns Sonnenbrille tragen, den ganzen Tag, lassen Sie uns helle Sonnenbrillenränder mit Würde tragen, weil, es war eben Sommer. Und Augen zusammenkneifen gibt Falten. Brillenblog lesen dagegen gibt … Falten. Lachfalten. Nickmuskelkater. Stimmt’s? Nur Vitamin D gibt’s hier nicht. Sorry.

Über die Autorin

Sandra Walzer ist Fräulein mit Brille: Storyteller, Brillenbloggerin. Ich erzähle die Geschichten durch zwei Gläser gesehen und kämpfe gegen die Tücken und Flecken des Brillenträgerinnenalltags.

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