Dass Schreibmaschinen schon von Natur aus eine Herzenssache für mich ist, ist klar und ergibt sich fast von selbst. In der siebten Klasse lernte ich in einem Schreibmaschinen-Kurs das 10-Finger-Blindschreiben, was ich zu Beginn hasste, dann aber immer mehr zu lieben lernte. Heute bin ich froh, es zu können, und kann mir meinen Beruf, mein Bloggen und alles, was mit Tipperei zu tun hat, nicht ohne vorstellen. Es geht so viel schneller, es vereinfacht so vieles, wenn ich direkt auf dem Bilschirm (oder früher dem Papier) sehe, was ich da überhaupt tippe.

Schnellundlautschreiben

Und ja: Ich lernte das Blindschreiben tatsächlich auf einer Schreibmaschine. Einer mechanischen. Einer lauten. Einer von denen, auf denen man sich fast die Finger bricht, um überhaupt einen Buchstaben aus ihr herauszukriegen. Genau das war aber gut so, es machte mich schneller. Ich landete bei den kleinen Wettbewerben im Schnell-und-richtig-Schreiben immer auf den vorderen Plätzen – ganz ohne Korrekturband übrigens. Einfach drauf los tippen, und am Schluss wird abgerechnet: wie viele Anschläge pro Minute mit wie vielen Fehlern?

Ende September 2014 habe ich mir einen kleinen großen Wunsch erfüllt und eine alte Schreibmaschine aus den 20er Jahren ersteigert. Eine Erika. So hieß das Fabrikat, und ich mag sie. Weil ich die Goldenen Zwanziger mag, und weil ein Fräulein in diese Zeit wunderbar hineinpasst.