Hallo, Fräulein

Freies Fräulein?

Verfügbarkeit jetzt prüfen.

Sandra Walzer, Fräulein Ideenfinderin

Fräulein folgen:

Frisches fürs Fräulein

Manchmal fühlt man sich so angestaubt, dass es nötig ist, sich ein wenig frisch zu machen. Oder auch ein wenig mehr.

Hallo, ich heiße jetzt Fräulein Walzer

Auf Neudeutsch und in Marketingsprech heißt es „Markenrefresh“ oder Relaunch oder Rebranding. Das mit dem Refresh gefällt mir, zumal es hervorragend in diese heiße Zeit passt. Angefangen habe ich damit zwar schon, öh, etwa Weihnachten, im Kopf wohl eher noch viel früher, aber spruchreif war dann alles schließlich erst im Frühsommer. Und zum 1. August ist es auch offiziell: Fräulein Ideenfinderin findet immer noch Ideen, heißt jetzt aber Fräulein Walzer.

Wer bin ich, und wenn ja: in welcher Farbe?

Warum ein anderer Name? Ist ganz einfach beantwortet. Weil ich es leid war, die vielen verschiedenen Dinge, die ich so den lieben langen Tag und manchmal auch am Abend und bis in die Nacht (das aber nur sehr selten) so tue, per Gießkannenprinzip zu verteilen und ständig erklären zu müssen. Wer was wie wo und weshalb? Bin ich als Brillenfräulein aufgetreten, oder als Ideenfräulein? Was macht Fräulein mit Brille eigentlich im „echten Leben“? Und gibt es vom Fräulein mit den Ideen auch noch etwas Bloggiges zu lesen? Wer bin ich und wenn ja wie viele? Und wie sehe ich dabei aus?

Fräulein Walzer Markenauftritt: Sandra Walzer, freie Texterin

Fräulein Walzer findet Worte.

Fräulein Walzer Markenauftritt: Sandra Walzer, Brillenbloggerin

Fräulein Walzer trägt Brille.

Fräulein Walzer Markenauftritt: Sandra Walzer, Fußballautorin

Fräulein Walzer guckt Fußball.

Nun komme ich ursprünglich aus der Werbung. 1997 habe ich die Tür meiner ersten Agenturstation geöffnet, und mit dem ersten Schritt hinein war’s um mich geschehen. Ich liebte das, die Werbewelt und fast alles, was dazugehört. Nicht die schwarzen Pullis und Brillen (ok, die schon), nicht die endlosen Arbeitszeiten und das Ausnutzen, aber das kreative Brummen, das da herrschte, und die vielen großartigen Dinge, an denen ich beteiligt sein durfte.

Gelernt habe ich dort, an meinem zweiten Tag: Wie eine Copystrategie funktioniert, warum Benefits, Reason Why und Tonality wichtig sind und was das überhaupt bedeutet. Und: eine Idee = ein Konzept = ein Erscheinungsbild. Dementsprechend fiel es mir extrem schwer, mich davon zu lösen und den Zeichen der Zeit zu folgen. Die stehen nun mal auf „alles gebündelt“ und vor allem „alles auf die Person zentriert und konzentriert“. Puh. Also weg mit dem kreativen Namen, hin zu Vor- und Nachnamen? Kann ich nicht. Ist mir zu langweilig.

Was ich aber kann: mich von meiner festgefahrenen Meinung und Einstellung wegbewegen und mit etwas Abstand auf alles drauf gucken, was mich ausmacht, im Beruf, im Netz, im Arbeitsalltag. Das habe ich getan – und einen Entschluss gefasst. Alles zu bündeln, und dem Ganzen kein neues Gesicht, dafür aber einen neuen Namen zu geben. Also, einen halben. Das Fräulein bleibt, denn so kennen mich Kund*innen, so bin ich über viele Jahre bekannt geworden, so sprechen mich Menschen sogar schon auf der Straße an. Die Ideenfinderin geht, die mir seit 2003 so treu zur Seite stand. Diesen Platz nimmt stattdessen jetzt mein Nachname ein, und irgendwie fühlt sich das ziemlich gut an. Es fügt sich alles, so war das schon immer. Wichtig ist nur: mutig bleiben. Mut zur Veränderung gehört dazu, sich immer wieder neu erfinden. Sagt auch Fotograf Paul Ripke im Podcast Hotel Matze. Recht hat er.

Mörtel, Dübel, Fräuleinfäuste

Weil mir ein neuer Name nicht reicht, habe ich auch gleich noch (na gut, eher vorher, der Name war quasi krönender Abschluss) mein Netzzuhause aufgefrischt. Etwa um den 25. Mai herum. Ob es klug war, während alle (ja, ich auch) schreiend im Kreis rannten oder weinend in der Ecke saßen – Stichwort DSGVO –, eine neue Internetpräsenz online zu schalten? Ich lasse diese Frage mal im Raum stehen. Antizyklisch liegt mir; ich habe mich auch in Zeiten größter Unsicherheit und des allgemeinen Aufschreis 2010 in die Selbstständigkeit gewagt. Ausgerechnet, möchte man sagen. Sagt man auch – ich aber nicht. Für mich war das genau der richtige nächste Schritt zum genau richtigen Zeitpunkt. So wie jetzt auch. Wenn sich das Onlinezuhause nicht mehr gut anfühlt, wenn alles etwas verstaubt ist und die Tapete Risse bekommt und in Teilen bereits von der Wand fällt, ist es Zeit, zu renovieren.

Nun bin ich kein Typ der nahezu nicht sichtbaren Renovierung. Ich kernsaniere. Lasse die Fräuleinfäuste fliegen. Reiße alles raus, nehme, was mir noch gefällt (nicht viel) und tapeziere neu, so gut ich das eben selbst kann. Bisschen schief? Egal. Ich nenne es individuell. Meinen persönlichen Stil. Ich reiße Wände raus, lasse nur die tragenden stehen, schleppe zig Farbeimer und Tapetenkleister, Rollen und Pinsel und will selbstverständlich, dass es perfekt wird, auch wenn es das nicht wird. Wie auch. Perfekt ist niemand, perfekt wird es nie. Schiefe Linien sind charmant, und Risse werden in Japan gold lackiert. Sehr klug.

Klingelschild ausgetauscht

Entstanden ist walzer.frl, und ich fühle mich sauwohl darin und damit. Überhaupt, können wir bitte alle kurz aufstehen und dieser Sensations-Endung applaudieren? Ich gebe zu: .frl steht im grundursprünglichen Sinn für die Frieslande, „entlang der niederländischen und deutschen Nordseeküste“ – und damit schließt sich ein Kreis, der schon fast Herzform hat. Oder Dünenform. So passt das alles nicht nur in diese Fundbüro-Ausgabe wie A… also, wie Krabben in Eimer in Brötchen, sondern auch zu mir und dem, was in mir drinsteckt. Denn frl ist natürlich, Sie haben’s schon lange erkannt, die Abkürzung für Fräulein. BÄM. Als ich entdeckte, dass es diese „Top level Domain“ gibt, und dass walzer.frl noch frei ist, also war, wissen Sie was? Ich hüpfte vor Freude. Solche feinen Details liebe ich, ich alte Konzeptionstante.

Graz Eyewear, Brille von Sandra Walzer Arne Jacobsen Geodreieck Lineal bei Sandra Walzer

Seit 1. August ist der Umzug erledigt, das Klingelschild ist ausgetauscht und glänzt noch ganz neu. Wenn Sie Lust haben: Gucken Sie doch mal rum. Die Zimmer sind noch nicht alle fertig, das werden sie wohl auch niemals sein, es lohnt sich also, immer mal wieder reinzuschauen. Gibt auch Kaffee, Tee, Wasser, Saft und Kekse. Oder einen Apfel.

Zur Orientierung: Ganz links oben, noch über dem Menü, können Sie in Kategorien aufgeteilt lesen, was mich so umtreibt und Sie vielleicht mitreißt. Yoga, Brillen, na, Sie sehen’s ja. Drunter im Menü: Fräulein Walzer findet Worte. Warum, wie, wer überhaupt und noch viel mehr. Fräulein Walzer trägt Brille: mein Brillenblog – jetzt integriert – und wie ich als Fräulein mit Brille die Welt durch zwei Gläser sehe. Dazu Fräuleins Fundbüro, frische Texte zur Inspiration und für Fixe das Fräulein auf einen Blick. Und sonst? Einfach stöbern, schmökern, entdecken. Zum Beispiel, warum ich jetzt noch stärker als Selbstmarkenexpertin auftrete. Oder alles rund um den Fußball und mich als Fußballautorin, Liebens- und Lesenswertes über Brillen und mich als Brillenbloggerin, über Tattoos und Hundehaufen, die ganze bunte Vielfalt, die mich aus- und mir Freude macht, mich bewegt oder aufregt.

Das bin ich

Das alles bin ich, in einer Person, nicht in fünf, nicht in zwei Websites und verschiedenen Orten, Auftritten, Ideen. Ich bin eben eine, die jeden Tag zwanzig neue Ideen hat und mindestens 19 davon sofort umsetzen will. Und ich mag, dass ich so bin. (Sie merken: Die Ideenfinderin bleibt stark in mir, auch ohne Namensnennung.)

Sandra Walzer, Fräulein Walzer

Über die Autorin

Fräulein Walzer, Storyteller. Gute Geschichten erzähle ich als Texterin und Konzeptionerin, Trainerin und Coach, Brillenbloggerin und Fußballautorin – privat seit etwa 30 Jahren, beruflich seit 1997, selbstständig seit 2010.

Einen Kommentar schreiben

You don't have permission to register