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Sandra Walzer, Fräulein Ideenfinderin

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Raketenoutfit für Vier(zig)jährige

Es gab da diesen Tweet, und es gab da dieses Bild. Leider finde ich zumindest den Tweet ums Ver…biegen nicht mehr. Das Bild hatte ich mir – zum Glück – gespeichert, will es aber nicht zeigen, weil ich keinerlei Rechte daran habe. In Zeiten von DSGVO sowieso schon dreimal nicht.

Rock the Planet

Stellen Sie es sich einfach so vor: Auf dem Bild zu sehen ist ein weißes T-Shirt mit dem Logo der NASA, Sie wissen schon, blauer Kreis, weiße Sterne, weißer Schriftzug, rotes Wasauchimmer. Das wollte ich übrigens genauer wissen und habe gelernt: Das Runde im NASA-Logo symbolisiert einen Planeten. Ok, soweit war ich beinahe auch schon. Die Sterne stehen für den Weltraum – wenig überraschend. Die rote V-Form, Vektor genannt, steht als Metapher für die Aeronautik, also das Flugwesen, und der Kringel um den NASA-Schriftzug schließlich repräsentiert die Raumfahrt an sich.

NASA Hoodie für Fräulein Ideenfinderin

Das einzig wirklich Neue, Überraschende und Lustige daran ist der Spitzname. (Welches Logo hat schon einen Spitznamen?) „Meatball“ wird das Signet nämlich auch genannt, „Fleischklößchen“. Entwickelt hat das Logo Mitarbeiter James Modarelli 1959, im zweiten Jahr des Weltraumunternehmens. Tiptop, denn das blau-rot-weiße Signet gehört heute zu den berühmtesten Logos überhaupt und ist das bekannteste im Reigen der NASA-Signets. Da gibt’s nämlich zum Beispiel noch das „Schlangensignet“, N A S A in gewundenen Buchstaben. Unter anderem. Aber wir beschränken uns jetzt und hier mal auf das weiß-blau-rote.

Leuchtend bunte Kopfklamotte

So, das T-Shirt haben Sie? Dann weiter. Drunter liegt ein Rock, ein kleiner Rock, ok, es ist ja auch das Outfit eines kleinen Mädchens, wie im Tweet beschrieben wurde. Dunkelblaugrauer Grund, pinkfarbener Bund (Liebe!), auf dem dunklen Stoff bunte Planeten, Sterne, Astronauten und Raketen. Dazu außerdem hellgraue Socken mit schwarzen Raketen und leuchtend orangefarbenem Raketenstartfeuer. Als ich dieses Outfit eines zugegeben sehr viel jüngeren und kleineren Mädchens als ich es bin gesehen habe, habe ich sofort geschrieen, dass ich das a) selbstredend genau so anziehen würde und b) bitte sehr unbedingt haben muss. Gut, schreien kann ich laut und viel. Aber schreien und umsetzen sind zwei Paar Strümpfe.

Sehr viel Zeit ging ins Land, in der ich auf der Suche nach einem solchen Rock oder wenigstens Stoff war, um das Ganze von der liebsten Nähkünstlerinnenfreundin nachbasteln zu lassen. Aber – nichts. Astronauten- und Weltall- und Planetenstoffe noch und nöcher, aber keiner davon hat mich vollends überzeugt. Wenn ich was im Kopf habe, wird’s einfach schwierig. Ist ein bisschen wie das mit dem Kopfkino, das in diesem Fall eine Klamotte ist und in mein Hirn ein buntes Raketenfeuerwerk gebrannt hat. Ich suchte. Und suchte.

NASA Hoodie von H&M, EMP Planetenrock und Happy Socks Space für Fräulein Ideenfinderin

Bis schließlich witziger- oder passenderweise wieder auf Twitter ein Planetenrock auftauchte, der meinen Vorstellungen Genüge tat, wenn er auch wenig Ähnlichkeit mit der Vorlage hat. Aber immerhin! Planetenrock. Ich fragte also nach, ich bekam eine prompte Antwort (auf Twitterer ist Verlass), ich bestellte und ich freue mir ein Loch in den Bauch.

Raketenoutfit komplett – fast

Einen NASA-Hoodie habe ich alternativ zum Shirt gefunden, ebenso bunte Weltraumsocken, wenn auch ebenfalls weit entfernt von meiner Originalvorlage. Egal, fürs Erste bin ich zufrieden. Mehr als das, ich bin sehr glücklich und habe nun in leicht modifizierten Varianten ein bis fünf Lieblingsoutfits. Hurra! Bloß ein NASA-Shirt muss ich mir für den Sommer noch organisieren. Dann bin ich komplett; vielleicht runde ich das nur noch so zum Spaß mit mehrfacher Sockenergänzung ab, mal sehen.

Aber bis dahin rocke ich den Planeten, fühle mich wie vier und grüße im Geiste Major Tom und die Kleine, deren Outfit irgendwer im weiten Web irgendwann gepostet hat und das bei mir landete.

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Über die Autorin

Fräulein Walzer, Storyteller. Gute Geschichten erzähle ich als Texterin und Konzeptionerin, Trainerin und Coach, Brillenbloggerin und Fußballautorin – privat seit etwa 30 Jahren, beruflich seit 1997, selbstständig seit 2010.

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