Editorial

Whoaaa

7 … 6 … 5 … Ich könnte das nicht. Ich würde mir in den Raumanzug machen vor lauter Angst und Adrenalin. Und wie muss das erst gewesen sein, damals, Apollo 11, kurz bevor Neil Armstrong und Buzz Aldrin am 21. Juli 1969 auf dem Mond landeten. Gute Güte. Ich glaube, ich hätte am 20. Juli das Zeitliche gesegnet. (Go flight!) Habe ich aber nicht, ich habe das Licht der Welt überhaupt erst im Mai 1977 erblickt, da war der große Schritt für die Menschheit schon ein alter Hut. Dennoch: Etwas am All fasziniert mich. Astrophysik, Supernovae und Gravitationswellen, Einstein, E=mc2, Mr. Spock und Kassiopeia („das Himmels-W“, aaw), großer und kleiner Wagen, Raketen und Raumschiffe, Astronauten und Kosmonauten und, die habe ich die Tage beim Absturz von Tiangong-1 erst gelernt, Taikonauten – all das übt eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf mich aus. Wer mich als Wortfrau und Ideenfräulein kennt, wird erstaunt die Augenbrauen hochziehen.

Lightbox NASA All Engines Are Go

Ja, es ist schräg. Ich habe keinerlei engere Beziehung zu Zahlen; zu Physik, Mathematik und Chemie schon dreimal nicht, und doch. Da ist was im Weltraum, was mich packt. Der Tod von Leonard Nimoy übrigens, der hat mich auch gepackt. Und echt traurig zurückgelassen. Marsmission und Raketenabenteuer sind jedenfalls voll meins. Und Sie? Was ist Ihres? 4 … 3 … 2 … 1 … Während Sie das für sich und vielleicht ja auch für mich beantworten, begeben wir uns auf eine Reise dorthin, wo nie ein Mensch zuvor gewesen ist (also, beinahe), in fremde Galaxien, zu unbekannten Lebensformen und neuen Zivilisationen … Zero. We have a lift-off.

 

Leben Sie lang und in Frieden

Ihr Fräulein