Zitrusfrucht deluxe

Lässt mich übrigens daran denken, dass es im Yoga tatsächlich das „Zitronengesicht“ gibt, was wiederum hervorragend dazu passt, dass meine Yogamatte – na, welche Farbe? Richtig: gelb ist. Aber zurück zur Zitrone.

Infused Water, lemon mint

Viel hätte ich von der Zitrone gedacht, aber nicht, dass sie a) eine Kreuzung ist, die b) aus Indien stammt. Bitterorange und Zitronatzitrone, sagt Wikipedia. Eine Menge Vitamin C steckt in der sauren Frucht, und, was man auf Anhieb auch nicht unbedingt vermutet: Sie ist ein basisches Lebensmittel. Gucken Sie sich bei Gelegenheit mal die Zitronenblüte an, das ist wirklich nett anzuschauen. Welche Farbe die Saftschläuche (Wörter gibt’s) haben, wie viele Chromosomen in so einer Zitrone zu Hause sind … Das können Sie selbst nachlesen. Ich finde nur: Im Juli, wenn es richtig sonnengelbheiß ist, ist Zitrone köstlich. Zum Beispiel als Zitroneneis, Zitronensorbet – plötzlich muss ich an das Passwort zum Büro von Albus Dumbledore in Harry Potter denken, huch – oder, wer‘s mag, als Zitronenjoghurt. Ich persönlich favorisiere etwas anderes: Das Schreibtischwasser mit Zitrone nämlich.

Schreibtischwasser als Freiberuflerfreude

Auf Instagram werden Sie immer mal wieder Zeuge meines Schreibtischwassers, dem feinen Getränk, das ich im Freiberufler-Fräuleinbüro auf dem Schreibtisch stehen habe. In einer hübschen alten Glaskaraffe mit passendem kleinen Glas (danke an dieser Stelle dafür, dass Mama und Papa Flohmarktfans sind), das man obendrüber stülpen kann, sodass im Garten oder auf dem Balkon kein Viechzeug im Getränk Geschmack oder den Tod findet. Ich habe zwar noch nicht herausgefunden, wie dieses Prinzip funktioniert, wenn mal etwas vom Getränk im Glas war und das dann ja, wenn’s nicht grade pures Wasser ist, fürchterlich klebt und die gesamte Karaffe versaut, aber das ist eine andere Geschichte wert. Jedenfalls, das Schreibtischwasser im heißen Juli bekam bei mir sehr oft Besuch von Zitronenvierteln beziehungsweise -scheiben.

Mal nur diese, und dann viele davon, mal in Kombination mit Gurke (Probieren Sie das! Großartige Erfrischung.) oder Himbeere oder was eben das Obst- und Gemüsefach im Kühlschrank hergab. Und falls Sie mir jetzt kommen wollen mit dem Tipp, dass sehr wasserhaltige Gemüse oder Obste nicht in den Kühlschrank gehören: Dann zeigen Sie mir mal, wie Ihre Gurke (IHRE SALATGURKE, herrje) bei gefühlten 35 Grad Raumtemperatur ungekühlt aussieht, sobald sie länger als etwa 33 Minuten liegt.

I see faces, Zitronenscheibe und Kerne

Gespratzel adé

Schreibtischwasser: Eine feine Sache, die ich im Juli sehr genossen habe. In einem anderen Magazin, oder auf irgendeiner Seite, in einem Portal, irgendwo sah ich, wie Heidel- und Himbeeren auf einem Schaschlikspieß aufgespießt ins Wasser gestellt wurden. Fand ich erst dämlich („Da muss mir schon arg langweilig sein.“), dann klasse. Denn es sieht wirklich schön und appetitlich aus, und das Auge trinkt schließlich mit, vor allem an langen Schreibtischtagen, obwohl draußen die Sonne scheint. Zudem ist es enorm praktisch. Ich erkläre Ihnen das mal. Da ist also die ziemlich bauchige Karaffe, in der Zitronenscheiben und Gurkenstücke oder kleine Himbeeren oder noch kleinere Blaubeeren herumschwimmen. Wenn sie jetzt diese formschöne Flasche Richtung Glas neigen, um sich etwas aus der Karaffe aus- und in ihr Trinkgefäß einzuschenken, dann passiert was?

Richtig, es schwappt und spratzelt. Am Schreibtisch nicht schön. Zunächst ist es nur ein Glucksen und Gluckern, wenn aber das Wasser zur Neige geht, dann suchen Zitronen & Co. die Freiheit und landen entweder mit sehr viel Schwung im Glas („platsch!“) oder daneben („…“). Mit der Zeit habe ich da zwar einiges an Übung gewonnen, jedoch es gestaltet sich nach wie vor herausfordernd. Schneidet man die Wassereinlage zu groß, ist das Herausoperieren am Abend eine eher unangenehm-glitschig-matschige Angelegenheit. Was also tun?

Aufspießen ist die Lösung. Fein aufgereiht haben Sie so einen Spieß, den Sie zum Nachschenken einfach aus dem Weg halten und abends locker-flockig entfernen können. Sensationell. Danke an die Quelle, die ich leider vergessen habe, für diese Idee. Und warum überhaupt selbst aromatisiertes Schreibtischwasser? Weil im Juli bei über 30 Grad draußen viele Gläser Wasser pro Tag Pflicht sind.

Infused Water with lemon, Zitronenwasser

Es herrscht Literpflicht

Dehydriert arbeitet es sich schlecht; für den Körper ist es vor allem ungesund. Trinken Sie also, trinken Sie, was das Zeug hält, und wenn Ihnen reines Wasser irgendwann aus den sprichtwörtlichen Ohren herauskommt oder zum Halse heraushängt, dann probieren Sie es mit Zitrone.