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Brillenträgerin des Monats 11/2015

Brillenträgerin des Monats November 2015: Musikfrau, Lyrikliebhaberin, Brillenträgerin

Karoline

Schon lange kenne ich Karoline, und schon lange haben wir „unbedingt was fürs Brillenblog“ gemeinsam geplant. Jetzt schaffen wir zumindest den ersten Teil: Karoline ist Brillenträgerin des Monats November, und ich freue mich sehr.

Diesmal geht es gar nicht so sehr ums Sehen, sondern auch und vor allem viel ums Hören – denn Karonline ist, was ich “Musikfrau” nenne. Sie kennt gefühlt so ziemlich jedes Lied der Welt, und kennt sie eines mal nicht, freue ich mich wie ein kleines Kind, das im Mensch-ärgere-dich-nicht gewonnen hat. Aber natürlich ist sie noch mehr als Musik: Sie ist Herzmensch fürs Brillenfräulein und erzählt, wie sie so zur Brille steht. Und natürlich gibt es auch Musik von ihr, klar. Jetzt im November heißt das: Einfach mal Brille ab und Musik an.

PS: Wer Kleinbuchstaben findet, wo große hingehören, darf sie behalten. Das aber nur am Rande und aus … Gründen.

Was ich weiß: „Früher“ hast Du oft gesagt, Du findest einfach keine Brille, die Du tragen kannst und willst, oder zumindest nicht für längere Zeit, einen ganzen Tag oder so. Das ist heute anders – warum? Was hat diese Brille, was die anderen nicht hatten? 

Der eigentliche Grund war der, dass ich meine (weichen Monats-)Linsen immer schlechter vertrug. Früher habe ich sie täglich frühmorgens bis spät abends getragen, was viele Jahre wunderbar geklappt hat. Aufgrund sehr trockener Augen war letztes Jahr Schluss damit. Daher brauchte ich dringend ein Brille, mit der ich mich halbwegs attraktiv finde. Mit der aktuellen fühle ich mich recht wohl – nicht zuletzt, weil du mir immer mal wieder sagst, wie toll sie ist. 😉 Nun trage ich eigentlich nur noch bei Bedarf Tageslinsen, z. B. zum Weggehen, auf Konzerten, im Urlaub am Meer usw. 

Aaaaaw. Das ist gut zu wissen, dann werde ich nicht aufhören, Dir das zu sagen. Finde ich ja schließlich wirklich. Und was die Konzerte angeht: Das wäre auch noch eine gute Frage gewesen. Fiel mir nicht ein, aber Du hast es hiermit beantwortet. Da habe ich nämlich dann doch immer mal ein bisschen Angst um meine Brille. Aber sag mal, seit wann genau brauchst Du überhaupt eine Sehhilfe? Und aktuell in welcher Stärke? 

Ich meine, das war in der fünften Klasse – der Klassiker „was steht da vorne an der Tafel?“. Zeitgleich bekam ich meine erste Spange. Ich fand mich furchtbar hässlich mit dieser Kombi. Die Zähne sind nun gerade, die Augen mit -4,5 Dioptrien dagegen sehr viel schlechter. Ich brauche also immer eine Sehhilfe.

Siehe oben – ich kenne Dich nur mit dieser einen (wunderbaren wirklich feinen) Brille. Hast Du noch eine oder mehrere andere? Oder hättest Du gern noch andere? 

Ich habe eine weitere, die ich okay finde. Ein Modell von Ray Ban im 50ies Stil. Sie ist allerdings von der Sehstärke her zu schwach. Und klar, ich hätte gern drei bis vier zum Wechseln. Hach.

Karoline, Drei ??? Tattoo und Brille bei Sandra Walzer

50ies \o/  Rock’n’Roll und Petticoat … Wie schön. Und wie schwungvoll. Das bringt mich auf etwas anderes, das ich gern immer wieder frage, weil ich die oft sehr sympathisch-ehrlich-ein-bisschen-peinlichen Antworten wirklich sehr mag. Hand aufs Herz also: Wie gehst Du mit Deiner Brille um?

Die aktuelle behandle ich pfleglich, sie kommt immer ins Etui und ich reinige sie regelmäßig. Diese Dapser treiben mich in den Wahnsinn, ich muss dauernd die Gläser putzen. Ob man da mit der Zeit resigniert? Oder gibt es da Tipps?

Hm. Natürlich gibt es Tipps (übers Putzen werde ich bald mal noch länger berichten, ich gebe Dir Bescheid). Aber insgeheim glaube ich ja, irgendwer kommt und macht die Dapser heimlich drauf, sobald man nicht drauf achtet. Nein, im Ernst, man resigniert schon ein bisschen. Oder sagen wir so: Die Leidensfähigkeit wird ausgeweitet.

Ich denke mittlerweile sehr viel länger “och, geht noch” als früher. Aber ja, das ist schon so eine Sache, mich macht das auch irr. Dann gleich noch weiter gefragt: Welches sind denn sonst so die größten Probleme, die Du mit Brille hast? Und vielleicht mit Kontaktlinsen nicht hast?

Brille: schwer, nervt im Winter wegen Beschlagens und im Sommer, weil der Sonnenschutz fehlt. Auf dem Sofa liegend drückt man sie sich schief ins Gesicht. Mit den Linsen fühle ich mich nach wie vor hübscher und habe eine deutlich bessere Gesamtsicht.

Wenn Du vergleichst: Was trägst Du lieber, Brille oder Linsen? Oder kommt das auf die Situation an? Und wenn ja: Wann was warum wie?

Abends beim Fernsehen oder Lesen trage ich gerne Brille, ansonsten würde ich eigentlich immer die Linsen bevorzugen. Daher denke ich auch immer wieder über Lasern nach, was finanziell aktuell aber nicht drin ist. Ich glaube, mein Unwohlsein liegt hauptsächlich daran, dass ich tatsächlich auf sie angewiesen bin. Die Brille ist für mich eher notwendiges Hilfsmittel als Accessoire. 

Und nun: das Meeedchen-Ding. Wählst Du das Outfit zur Brille? Oder erst das Outfit, und entscheidest dann, ob Brille oder Linsen? Oder wie? 

Ich habe zahlreiche braune Schuhe – die ebenfalls braune Brille stellt also einen perfekten Gegenpol am oberen Ende meines Körpers dar. 🙂 Ansonsten gilt: Wenn ich abends unter Leute gehe, trage ich fast immer Linsen.

Schuhe und Brille von Karoline als Brillenträgerin des Monats bei Sandra Walzer

“Braun geht immer.”

Wie hast Du Deine Brille ausgesucht? Spontan, lange Suche, allein oder mit Beratung? „Mal eben gucken gehen“ oder gezielt geplant?

Nachdem ich mit den Linsen nicht mehr klarkam und meine bisherige Brille eine zu geringe Sehstärke hatte – das merkte ich vor allem beim vielen Pendeln und damit fast täglichen Fahrten im Dunklen im Winter – musste eine neue her. Der Onkel meines Gatten ist Optiker und so kam es, dass ich im Weihnachtsurlaub ca. drei Stunden im Laden verbrachte. Letztlich musste ich mich zwischen zwei Gestellen entscheiden, und zack: neue Brille. Es ist übrigens ein Modell von Rodenstock aus der Claudia Schiffer Kollektion – was mich anfangs sehr amüsierte. Die Brillen sind allerdings alle toll. Beinahe hätte ich im Überschwang der Gefühle das gleiche Modell zusätzlich in einer weiteren Farbe gekauft.

Claudia Schiffer, soso. (Ich muss schmunzeln. Sehr.) Und ich muss an ein anderes Thema denken – Schmuck und Brille. Keine einfache Kombi. Was magst Du, wenn Du Brille trägst? Was ist „too much“? 

Ich trage keinerlei Ohrringe, wenn ich Brille trage. Nicht mal Stecker. Meiner Meinung nach ist dann am Kopf zu viel los. Generell bin ich aber kein Schmuck-Typ. 

Gefallen Dir andere Menschen eher mit oder ohne Brille?

Das ist sehr unterschiedlich. wenn die Brille zum Typ passt, bin ich eigentlich immer begeistert. Bei anderen empfinde ich eine Brille fast immer als besondere Note. 

Das habe ich noch nie jemanden gefragt. Aber bei Dir interessiert’s mich. Hast Du eine Lieblingsbrille aus dem Fräulein-Fundus?

Jaaaaa. Die Runde mit dem eher kräftigen Rahmen in Rotbraun, die ja wohl eigentlich mal ein Sonnenbrillen-Modell war, richtig? Die begeistert mich jedes mal wieder. 

Dankeschön, das freut mich. Ist ja auch irgendwie mein Favorit, und ja, war eigentlich Sonne. Es ist ein Vera Wang Modell, dieses hier nämlich. Von Sonnenbrille komme ich auf Sommer und Sonne und helle(re) Haare. Du hattest früher auch hellere und vor allem lange Haare, heute kürzere. Was magst Du lieber zur Brille? 

Hm. eigentlich dachte ich immer, dass kurz und kein Pony für mich besser ist, damit das Gesicht noch offen und frei wirkt. Aktuell denke ich aber gerade über einen Bob mit Pony nach. Hm. (Googelt Frisuren).

Karoline mit Pony und Brille bei Sandra Walzer

Sprechen wir über den Job. Du arbeitest sehr viel an Rechner und Schreibtisch, hast mit Dingen zu tun, die genau angeschaut werden sollten. Was ist da besser, einfacher, angenehmer: Brille oder Linsen? Stresst die Brille da manchmal? 

Bei der Arbeit stört sie selten. Fürs Büro style ich mich aber auch selten, da ist es mir recht egal. Dort ist die Brille bei mir sogar empfehlenswert, da durch die verringerte Blinzelfrequenz der Bildschirmarbeit die Augen noch trockener sind. 

Wenn Du externe Termine hast: Greifst Du zur Brille, oder zu den Linsen? Oder immer anders? Und warum?

Wenn ich mich im beruflichen Umfeld sehr wohl in meiner Haut fühlen möchte, z. B. bei wichtigen Terminen, wieder die Linsen. Es gibt mir Sicherheit, wenn ich mich persönlich „hübscher“ fühle. 

Und jetzt zum wirklich Wichtigen. Du bist für mich die „Musikfrau“. Wenn es irgendwas gibt, das ich wissen will, wenn ich eine Textzeile ohne Titel im Kopf habe und wahnsinnig werde, bist Du die richtige Ansprechpartnerin. Und ich weiß, dass Du gern mit guten Kopfhörern Musik genießt. Da stellt sich mir die Frage: auch mit Brille? Sehen musst Du da ja genau genommen nicht wirklich. Und das drückt doch. Oder? 

Erstmal: Dankeschööön. Tatsächlich drückt es irgendwann, andere Kopfhörer kommen allerdings nicht in Frage. Manchmal ziehe ich die Brille ab, manchmal klemme ich die Bügel weiter rauf. Sieht richtig doof aus, ist aber angenehmer. Und mit Musik im Ohr ist alles andere eh nebensächlich. Wenn ich zum Einschlafen oder Entspannen Hörspiele höre (vor allem meine geliebten Drei Fragezeichen), lege ich sie ab und schließe die Augen.

Mag Hörspiele und Brille: Karoline als Brillenträgerin des Monats bei Sandra Walzer

Apropos Musik. Ich habe für das Brillenfräulein eine „nice to see you“-Playlist erstellt. Songs, die im weitesten Sinn mit „sehen“ und Brille zu tun haben. Jetzt mal weg von der Brille an sich. Wie findest Du die? Und: Gibt’s eigentlich noch mehr Brillenlieder, die ich nur wieder nicht kenne oder gefunden habe?

Elvisens Seeing ist belieeeeving, hach. schön. Und Sophie Hunger, da kribbelt es mir in den ohren. Große Musikliebe. Und natürlich Against All Odds. Die große Sehnsuchtshymne. Hell yeah. Sportfreunde Stiller hingegen mag ich gar nicht, da würgt’s mich beim ersten Laut des Sängers. Natürlich hat mich das ins Grübeln gebracht und ich habe eine eigene kleine Liste erstellt.

Ooooh, wie toll. Vielen lieben Dank. Da werde ich gleich mal reinhören. Und Euch allen sei gesagt: Macht das auch. Es lohnt sich, das weiß ich, unbesehen und ungehört. Aber es ja nicht nur die Musik, die ich mit Dir verbinde und die Du so liebst. Du magst Camping, the Van life, das ungebundene draußen Unterwegssein. Wie ist das mit Brille? Nervt doch, oder? Oft eher mäßige Möglichkeiten, die Brille wirklich sauber zu kriegen und zu halten … Wenig Platz und viele Chancen, sich drauf zu setzen oder die Brille zu verlieren … Andererseits – mit Linsen noch schwieriger, oder?

Ich habe in meinem Justbus am Schrank ein ganz bestimmtes Fach, in das die Brille nachts immer hinein kommt. Sonst finde ich mich nicht zurecht. Tagsüber stört die Brille bei sonnigen Fahrten oder am Strand. Campingzeit ist eher Linsenzeit. Das Rein- und Rausmachen klappt aber dank jahrzehntelanger Übung ohne Spiegel immer und überall.

Karoline mit Brille bei Sandra Walzer

Im Gemütlichkeitsmodus im Justbus.

Das würde mich ja völlig überfordern. Ich brauche MIT Spiegel immer eeeewiglich. Dieses Gepfriemel, oh weh. Lassen wir das lieber. Gibt’s denn noch was Brilliges, das Du loswerden magst?

Küssen sich zwei Brillenträger, gibt es meistens Geklapper und Verhakungen. Das mag erst mal lustig sein, ich find’s doof. Daher lautet meine Empfehlung: Musik an, Brille ab und Augen zu. Pure Emotion. 🙂

Da habe ich nicht mehr viel zu sagen, außer <3 und natürlich herzlichallerliebsten Dank für Deine Antworten, Bilder, die Musik und Worte.

Mehr:

Wer mehr Musik von Karoline mag, dem sei ihr Spotify-Profil ans Herz gelegt.

Über die Autorin

Sandra Walzer ist Fräulein mit Brille: Storyteller, Brillenbloggerin. Ich erzähle die Geschichten durch zwei Gläser gesehen und kämpfe gegen die Tücken und Flecken des Brillenträgerinnenalltags.

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