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Sandra Walzer, Fräulein Ideenfinderin

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Aus der Sehhilfen-Sammlung: die feine Filigrane

Andy Wolf ist mir dann nun doch auch schon länger ein Begriff, aber erst auf der opti 2017 hatte ich Gelegenheit, dieses außergewöhnliche Label und seine Modelle hautnah zu erleben und aufzuprobieren.

Schön schräg

Von schrill bunt und schön zurückhaltend gibt es so ziemlich alles, und doch ist die Andy Wolf’sche Handschrift eine besondere. Andy Wolf, handmade heißt es plakativ, und genau das ist schon einer der Pluspunkte. 50 Menschen, über 90 Arbeitsschritte, 1 Fassung. So fassen die Andywolfsens das zusammen. Design und Fertigung in Österreich, und dort, genau: handgemacht. Nicht etwa von „Andy Wolf“, sondern von Andy, Wolfgang und Katharina, die 2006 bei Gemüse vom Markt und Wein vom Winzer um die Ecke überlegten, warum es genau solche Brillen noch nicht gibt.

Für uns Brillenträger die gute Nachricht: Auf diese Frage geben sie nun eine Antwort, dort in Österreich, und zum Glück für alle allüberall auf dem Erdball. Und jetzt eben auch für mich. Andy Wolf ist meinem Empfinden nach in erster Linie schräg – schön schräg. Die Outfits auf der Messe, die dort verteilten Patches, die Brillen … Nun. Schräg mag ich, also: Hinauf auf die Nase damit. Modell 4724 gehört mir, und ja, „die ist aber groß“ ist meist die erste Reaktion. War auch meine. Finde ich genau gut daran, denn filigrane Fassungen, die noch dazu nicht aus Kunststoff sind, gefallen mir auf meiner Nase nur selten. Zu wenig auffällig. Das macht die Größe hier wieder wett. Sehr angenehm zu tragen, weil eben so filigran. Ein Fliegengewicht und damit Wohltat für die Nase.

Nicht nur super, ehrlich gesagt

So leicht allerdings, dass ich tatsächlich anfangs Angst hatte, das gute Stück kaputt zu kriegen. Nachteil außerdem: Mehr als einmal bin ich damit schon in den Dreads hängen geblieben oder beim schnellen Fuchteln mit den Händen drangestoßen – dann kann’s vorkommen, dass sie den Abflug macht. Hier also unbedingt auf einen wirklich guten Sitz achten; nicht zu locker und vor allem hinter den Ohren genau angepasst. Drin sind außerdem “Eyezen”-Gläser „für entspanntes Sehen im digitalen Alltag“, kein Wunder trägt sich die feine Filigrane so angenehm. Ach so, die Farbe: irgendwie Roségold und doch nicht, leicht schimmernd, jedenfalls wunderschön.

Beim Fräulein seit:

März 2017

Brillenfräuleins Wertung finden Sie unten in der Zusammenfassung.

Reviews
3.5
Form
Farbe
Gefühl
Oho-Effekt
Zusammenfassung
Fein, filigran, fantastisch – und sicher nicht die letzte Brille für mich aus dem Hause Andy Wolf. Von einem (eher) Verlegenheitsgriff fast schon zur Stammbrille geworden. Abzüge beim Gefühl rein für das Abflug-Risiko.
Über die Autorin

Sandra Walzer ist Fräulein mit Brille: Storyteller, Brillenbloggerin. Ich erzähle die Geschichten durch zwei Gläser gesehen und kämpfe gegen die Tücken und Flecken des Brillenträgerinnenalltags.

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